Das Jahr 2017

Jahresmitgliederversammlung 2017

In diesem Jahr fand die Jahresmitgliederversammlung am 18. November in den Firmenräumen von Peter und  Gerhild  Hermanns, centrum grün, CCS GmbH, in Schmallenberg statt. Nach der  Begrüßung und einem kurzen Jahresrückblick, vorgetragen von der 1. Vorsitzenden Annerose Schmid, erfolgte ein ausführlicher Bericht über den Verlauf und Abschluss der Kräuterpädagogischen Schulung, die in diesem Jahr erstmals ohne die Zusammenarbeit mit der VHS Winterberg durchgeführt wurde. Weiterhin wurden Planungen für Veranstaltungen in 2018 und Ideen für Fortbildungen diskutiert, Änderungen auf der Webseite des Vereins, sowie ein Facebook-Auftritt beschlossen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde zum Brainstorming in einem Workshop gebeten, vorbereitet von Peter Hermanns zum Thema „Kräuter-Events im Winter“. Die Teilnehmer sollten spontan ihre Ideen zur Lösungsfindung nennen. In diesem Fall zu Veranstaltungen, die die Kräuterpädagogen im Winter anbieten können. Erstaunlich, wie viele Vorschläge zusammengetragen werden, wenn sich alle gegenseitig inspirieren und  Gesichtspunkte zu Ideen und Lösungsansätzen einfließen lassen.

Anschließend konnten die Teilnehmer zusammen mit Gerhild Hermanns ganz kreativ und mit viel Lust und Liebe winterliche Kränze wickeln oder Tischgestecke für die Adventszeit herstellen.

 

Kreatives Gestalten mit Beate Müller

Für Mittwoch, den 8. November hatten die Kräutergartenfreunde zu einem kreativen Nachmittag eingeladen. Im großen Saal im Kump in Hallenberg fanden sich 20 Frauen ein um mit alten Zeitungen, Draht, Wolle oder Bindegarn in Naturfarben und langen, dünnen Zweigen von Weide, Hartriegel, wildem Wein, oder Hopfen, unter Anleitung und oft auch mit Unterstützung von Beate Müller, verschiedene Dekokugeln herzustellen. Es sah zunächst ganz einfach aus, aber die verschiedenen Zweige erforderten bei ihrer Verarbeitung zu Kugeln schon viel Ausdauer und Geduld. Zur Stärkung gab Kaffee, Tee und leckeren Kuchen. Am Abend konnten aber alle stolz und zufrieden ihre wunderschönen Kugeln für herbst- und winterliche Dekorationen mit nach Hause nehmen.  

Buntes Laub und Wilde Früchte

Unter der Leitung von Dr. Sigrun Machemer-Röhnisch hat am 4. Oktober hat eine Gruppe Natur- und Kräuterliebhaber einen Ausflug in die herbstliche Speisekammer der Natur gemacht um Früchte und Herbstkräuter zu sammeln. Zu den Erklärungen botanischer Merkmale und Verwendungsmöglichkeiten der verschiedenen Wildpflanzen, gelangten bald Vogelmiere, Giersch, Sauerampfer, Minze und einige andere Kräuter, sowie Wildbeeren und Pilze in die Sammelkörbchen. Später in der Küche im Kump Hallenberg wurden daraus Wildkräutersalat mit Pfifferlingen, Wildkräutertarte mit Minze, Rote Grütze von Wildbeeren mit Vanillesauce und würziger Thymian-Brotaufstrich zubereitet. Mit diesem köstlichen Herbst-Menü ging für die Teilnehmer ein interessanter und schöner Nachmittag zu Ende, zu dem die Kräutergartenfreunde Hallenberg eingeladen hatten.

Besuch des Otto Ubbelohde-Gartens in Goßfelden

Wieder einmal haben die Kräutergartenfreunde Hallenberg einen Garten der Garten-Route Eder Lahn Diemel besucht. In diesem Jahr stand am 6. September der Otto Ubbelohde-Garten in Goßfelden auf dem Plan.

Goßfelden ist ein Ortsteil der Gemeinde Lahntal im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Der in Marburg geborene Zeichner und Maler Otto Ubbelohde hat von 1900 bis 1922 in Goßfelden gelebt und wäre in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden. Ein guter Anlass, etwas mehr über das Leben und Wirken des Künstlers zu erfahren.

Die Besucher wurden von Barbara Seitz erwartet. Sie gehört zu dem ehrenamtlichen Gartenteam für den Blumengarten, das sich regelmäßig um Pflanzung und Pflege der Rabatten kümmert. Die Gärten rund um das Otto-Ubbelohde-Haus wurden nach einer Bestandsaufnahme im Jahr 1997 in ihrer ursprünglichen Form wieder angelegt und ergänzt.  Nach der Führung im Garten und im, als Museum eingerichteten, ehemaligen Wohn- und Atelierhaus des Malers, wurden die Besucher mit Kaffee und Kuchen auf der Wiese vor dem Haus bewirtet. Anschließend lud Karl Heinz Görmar zu einer Führung in Goßfelden ein. Auf dem beschilderten Rundweg „Auf den Spuren von Otto Ubbelohde durch Goßfelden“ werden Zeichnungen, Illustrationen und Gemälde Ubbelohdes auf Tafeln im Ort vorgestellt, an denen man die Motive, wie z. B. alte Fachwerkhäuser und auch andere Märchenillustrationen wiedererkennen kann. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Goßfeldens zählen auch die 1802 erbaute alte Brücke über die Lahn, das Wahrzeichen des Ortes und die 1749 erbaute Kirche. Ein Abendessen im Hotel Village, einem Blumenhotel in Sarnau, war ein gelungener Abschluss eines sehr schönen Nachmittags.

Giftpflanzen und / oder Heilpflanzen?

Huberta Horsthemke

Zu diesem Thema hat die Heilpraktikertin Huberta Horsthemke aus Schmallenberg am 26.08.2017 für unseren Verein einen Vortrag gehalten. Offensichtlich ein für viele interessantes Thema. So fanden sich insgesamt 29 Zuhörer im Saal des Evangelischen Gemeindehauses in Hallenberg. Eine Fragerunde im Anschluss an den Vortrag wurde von den Zuhörern gerne genutzt und viele Erfahrungen und Informationen ausgetauscht. Wie üblich gab es zum Abschluss ein kleines Buffet mit Kräuter-Köstlichkeiten, zu dem die Teilnehmer dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Wie gestalte ich meinen Garten bienenfreundlich

Am Mittwoch, dem 2. August 2017 ließen sich 15 Garten-und Naturliebhaber von Manfred Hornig aus Hallenberg-Liesen in die „Welt der Bienen“ einführen. Der erfahrene Imker und Vorsitzende des Imker-Vereins beantwortete die vielen Fragen und räumte einige Vorurteile aus. Als Beispiel sei die verzerrte Berichterstattung über das “Bienensterben“ genannt. Die Problematik der vor Jahren aus Indien eingeschleppten Varroamilbe war ein weiteres ausgiebiges Thema. Die Erläuterungen über den Verlauf eines Imker-Jahres waren ebenso interessant wie die Besichtigung des Bienenvolk-Schaukastens. So hörten die Anwesenden zum Beispiel, dass ein Bienenvolk aus bis zu 40.000 Bienen bestehen kann oder dass im Winter ein Volk ca. 20 kg Zucker in Form von Sirup als Ersatz-Nahrung bekommt, nachdem der Imker den Honig aus den Waben entnommen hat. Manfred Hornig züchtet seine Bienen- Königinnen selbst. Unter anderem erklärte er, dass die Begattung des Königin durch mehrere Drohnen im Flug stattfindet und vieles mehr. Zum Thema des bienenfreundlichen Gartens war die wichtigste Erkenntnis, frühjahrsblühende Bäume und Blumen zu pflanzen. (Kornelkirsche, Weide männl., Krokusse, u.ä.) Die Bienen können sich so früh im Jahr kräftigen, um ihre Fleißarbeit im Sommer bewerkstelligen zu können. Vielen Dank an Manfred Hornig von den Kräutergartenfreunden, die zu dieser Veranstaltung eingeladen hatten.

10 Jahre Kräuter-Kümpchen

Lebhaftes Treiben herrschte auf dem Sommerfest, zu dem die Kräutergartenfreunde Hallenberg aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des „Kräuter-Kümpchens“ am Sonntag, dem 23. Juli 2017 rund um den Kump und auf dem Gelände der nahegelegenen Frühstückspension „Hof Hallenberg“ eingeladen hatten. Bei herrlichem Sommerwetter präsentierten sich der kleine Kräutergarten und die Informations- und Verkaufsstände den Besucherinnen und Besuchern von nah und fern. Nach der offiziellen Begrüßung durch Frau Dr. Machemer-Röhnisch, der stellvertretenden Bürgermeisterin Rita Schnorbusch, Sybille Stoldt für die Kräutergartenfreunde und Frau Dersch-Kaiser, als Vertreterin der Garten Route Eder Lahn Diemel, zu dem das  Kräuterkümpchen gehört, lud Heimatführer Michael Mause die Anwesenden zu einem kleinen Rundgang um die Kirche ein. Beim Verweilen auf der Kirchtreppe erklärte er den erstaunten Zuhörern, dass historisch genau an dieser Stelle der Ursprung der Hallenberger Bierbrauerei war. Weiterhin haben Bertold Maurer mit seinen Gerichten aus dem fahrbaren Backofen und die Hallenberger Landfrauen mit Kaffee und tollem Kuchenbuffet zum Gelingen des Festes beigetragen. Die Hallenberger Oldtimerfreunde versorgten die Gäste mit Getränken. An den Verkaufsständen gab es Pflanzen und Kräuter, Edelstein-Schmuck, viel kreatives Handgefertigtes, sowie Kräuter-Literatur und Anregungen zum Kochen und Dekorieren mit essbaren Blüten. Besonders ist der Hof Hallenberg, Familie Schütte-Pinzler noch zu erwähnen, die ihren Garten als Durchgang vom Kräuterkümpchen zum Hof Hallenberg geöffnet und ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben. Bei einem Schlückchen Kräuterbowle und vielen anregenden und interessanten Gesprächen verlief der Nachmittag in bester Stimmung.

(Fotos Peter Beckmann)

Weitere Fotos siehe - Bildergalerien

"Die Bewohner des Kräutergartens stellen sich vor"

Unter diesem Motto hatten die Kräutergartenfreunde Hallenberg für Mittwoch, den 7. Juni 2017 ins Kräuterkümpchen eingeladen. Zwar spielte das Wetter nicht so richtig mit, aber es waren trotzdem viele Gäste gekommen um sich über Holunder, Ringelblume, Bohnenkraut, Lein, Zitronen-Melisse und Wasserdost berichten zu lassen.  Die Kräutergartenfreunde hielten Informationen bereit über die verschiedenen Pflanzenfamilien, bevorzugte Standorte der Pflanzen, Anwendungen als Heilpflanzen und natürlich über viele verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten. Von allen vorgestellten Pflanzen gab es natürlich auch kleine Kostproben. Die dazugehörenden Rezepte und viele andere Tipps und Anregungen wurden eifrig ausgetauscht. Der Kräutergarten steht zurzeit in schönster frühsommerlicher Blüte und so gab es für alle Anwesenden etwas zum Anschauen für die Sinne, etwas schmackhaftes für den Gaumen und viel  Wissenswertes über Pflanzen.

 

Pfannensaline Luisenhall

Am Samstag, dem 13. Mai um 8:00 Uhr ging es ab Kump in Hallenberg mit dem Bus Richtung Göttingen. Auf dem Programm stand an diesem Tag der Besuch eines Industriedenkmals, Europas einziger noch in Betrieb befindlicher Pfannensaline. Dort wird seit 1854 mit einem 1000 Jahre alten Produktionsverfahren Salz hergestellt. Aus einer ca. 450m tiefen unterirdischen Steinsalzschicht wird die darunter befindliche Natursole, die einen sehr hohen Salzanteil hat, ans Tageslicht gefördert, und in offenen Pfannen zur Kristallisation gebracht. Abgesehen davon, dass die ursprünglich eingesetzte Wasserkraft zum Hochpumpen der Sole irgendwann durch die Kraft der Elektrizität abgelöst wurde, hat sich seitdem relativ wenig geändert. Die Saline ist auf die Gewinnung hochwertiger grober Salze ausgerichtet. Das Speisesalz ist frei von jeglichen Zusätzen und alle Mineralien und Spurenelemente bleiben erhalten. Die Produktion ist offensichtlich mühevoll, nur bedingt ökonomisch, und dennoch lohnend, nämlich in Bezug auf die Qualität. Das Salz wird hoch geschätzt und weltweit vertrieben. Die Firma Kneipp, einer der wichtigsten Abnehmer der Saline, verarbeitet Luisenhaller Salz mit ätherischen Ölen zu Badesalzen. Kleine Mengen aus der Produktion werden als Lecksteine vermarktet, als Viehsalz oder Streusalz angeboten und die Sole wird in einem der Saline angeschlossenen Badehaus genutzt. Auch wenn man bei der Führung häufig das Gefühl hatte, in einem Relikt aus einer früheren Zeit zu wandeln, die Pfannensaline Luisenhall ist kein Museum und es war höchst interessant zu sehen wie das "Weiße Gold" entsteht.

Weitere Fotos, auch vom Spaziergang im Forstbotanischen Garten in Göttingen, siehe "Bildergalerien".

  

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Auf Frühlingskräutersuche

Auch wenn es für die Jahreszeit recht kühl war, Frühlingskräuter gab es viele zu entdecken bei dem Kräuterspaziergang in Hesborn am 3. Mai, zu dem die Kräutergartenfreunde eingeladen hatten. Brennnesseln, Löwenzahn, Bärlauch, um nur einige zu nennen. Natürlich auch Gänseblümchen, die der Naturheilverein NHV Theophrastus zur „Heilpflanze des Jahres 2017“ ernannt hat, um auf die fast vergessene Heilkraft der Wiesenblume aufmerksam zu machen. Neben den eßbaren Kräutern wurden noch  eine  Vielzahl anderer interessanter Pflanzen entdeckt, wie zum Beispiel den giftigen Gefleckten Aronstab oder die Blätter der Herbstzeitlose. Zum Abschluß der Wanderung gab es für die Teilnehmer einige Kostproben mit den entdeckten Kräutern und entsprechende Rezepte für die Zubereitung.

Kräuterpädagogische Schulung

Am 8. April 2017 hat die neue Kräuterpädagogische Schulung begonnen. In zwei Modulen von jeweils 3 Wochenenden werden die 9 Teilnehmerinnen botanische Kenntnisse in Theorie und Praxis erlangen und nach der Abschlußprüfung im Oktober dieses Jahres die Zertifizierung zur Wildkräuterpädagogin erhalten. Wir wünschen allen Teilnehmerinnen viel Erfolg.

 

 

Burgen an unseren Grenzen

Am Samstag, den 5. April  wollten 17 Wanderfreudige zusammen mit dem Wanderführer Michael Mause „Burgen an unseren Grenzen“ erkunden. Die Wanderung begann in Dalwigksthal und zuerst ging es hinauf auf den 383m hohen Nordausläufer des Eisenbergs, zur Burg Lichtenfels. Dort gab es die erste kleine Pause und Michael Mause wusste einiges Interessantes  aus der wechselvollen Geschichte der Burg zu berichten. Die Burg steht oberhalb des wald- und windungsreichen Tals des westlichen Eder-Zuflusses Orke. Seit Ende der 1980er Jahre ist sie in Privatbesitz und wurde umfassend restauriert. Auf dem Weg hinunter zum Tal der Orke fanden die Wanderer die ersten kleinen botanischen Kostbarkeiten am Wegesrand. Dort  wächst der Lerchensporn in Hülle und Fülle. Weiter führte die Wanderung durch das wunderschöne vorfrühlingshafte Orketal bis zum Schloss Reckenberg. Es ist ein schlossartiges Herrenhaus, erbaut auf den Resten einer früheren Wasserburg. Bei einer kleinen Pause zur Stärkung entdeckten die Wanderer am Rand der Orke die sehr seltenen gelben Buschwindröschen (siehe Foto unten rechts). Zum Abschluss der Wanderung wurde zum Abendessen in die „Alte Schule“ in Dalwigkshal eingekehrt. Auch dies eine Besonderheit: Die Schule Dalwigksthal ist die erste und bisher einzige Dorfkneipe in ganz Hessen, die von einer Genossenschaft betrieben wird. So haben die Wanderer nicht nur etwas über Burgen und Schlösser sondern auch über Kneipen an unseren Grenzen erfahren. Eine gelungene Veranstaltung, zu der die Kräutergartenfreunde Hallenberg eingeladen hatten.

 

Mythen und Sagen

Dreizehn gut gegen Regen gewappnete Wanderer machten sich am Samstag, den 18.März 2017 auf einen ca. 9 km langen Weg rund um die Pastorenwiese. Der Hallenberger Wanderführer Michael Mause erzählte kurzweilig Geschichten und Sagen zum mittelalterlichen Kloster Bubenkirchen, dem Nonnenwinkel, dem Heiligenborn, dem Gaulskopf und der Ziegenhelle. In der Hütte des Ski-Klubs Wunderthausen stärkten sich die Wanderer je nach Appetit mit Erbsensuppe, Currywurst im Glas oder frischen Waffeln mit Kirschen. Die Kräutergartenfreunde Hallenberg hatten zu dieser geschichtlich „spannenden“ Wanderung eingeladen.